Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: gesetzlich, betrieblich, privat. Teure Versicherungsprodukte mit hohen Abschlusskosten sind der häufigste Fehler. Wichtiger als das perfekte Produkt: früh anfangen und dranbleiben.
Die drei Schichten
- Schicht 1 – Basisversorgung: gesetzliche Rente (für Angestellte Pflicht), für Selbstständige z. B. Basisrente.
- Schicht 2 – Zusatzversorgung: betriebliche und staatlich geförderte private Verträge.
- Schicht 3 – private Vorsorge: alles, was du frei anlegst: , ETF-, , Immobilie.
Betriebliche Altersvorsorge
Bei der Entgeltumwandlung zahlst du einen Teil deines in einen Vertrag ein und sparst dabei Steuern und Sozialabgaben. Arbeitgeber müssen bei neueren Verträgen in der Regel einen Zuschuss von 15 % zahlen, wenn sie selbst Sozialabgaben sparen. Gibt dein Arbeitgeber freiwillig mehr dazu, ist das ein starkes Argument dafür.
Im Alter werden auf Betriebsrenten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig (oberhalb eines Freibetrags) und sie sind steuerpflichtig. Ohne Arbeitgeberzuschuss und mit hohen Vertragskosten lohnt sich die bAV oft weniger, als der Verkäufer verspricht.
Private Vorsorge: einfach schlägt kompliziert
Für die meisten Menschen gilt: Ein günstiger, breit gestreuter Sparplan über viele Jahre schlägt komplizierte Produkte. Entscheidend sind drei Dinge:
- Niedrige Kosten – 1 % mehr Kosten pro Jahr kann über 30 Jahre ein Viertel des Endvermögens fressen.
- Breite Streuung – nicht alles auf eine Karte setzen.
- Flexibilität – du solltest an dein Geld kommen, wenn sich dein Leben ändert.
Die teuersten Fehler
- Verträge mit hohen Abschlusskosten, die in den ersten Jahren kaum Wert aufbauen. Wer früh kündigt, verliert viel Geld.
- Zu spät anfangen. Wer mit 25 statt mit 45 startet, muss für dasselbe Ziel oft nur ein Drittel monatlich sparen.
- Vorsorge und vermischen. Wer bei jeder Waschmaschine an die Altersvorsorge muss, verliert.
- Gar nichts tun, weil das perfekte Produkt gesucht wird.
Und im Alter? Die Entnahme
Wer Kapital angespart hat, steht im Ruhestand vor der Frage: Wie viel kann ich jeden Monat entnehmen, ohne dass das Geld zu früh aufgebraucht ist? Faustregel: Bei 3–4 % Entnahme pro Jahr vom Startkapital hat ein gemischtes Portfolio historisch meist 30 Jahre gehalten. Spiel es im Entnahme-Rechner durch.
Bevor du einen Vorsorgevertrag unterschreibst, lass ihn bei einer unabhängigen Verbraucherzentrale prüfen. Die Beratung kostet wenig und kann dir Tausende Euro sparen.
Vor deiner Entscheidung
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Stand: November 2026. Gesetzliche Werte werden regelmäßig angepasst – maßgeblich sind die offiziellen Stellen.
- Deutsche Rentenversicherung
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Rente
- Verbraucherzentrale: Altersvorsorge
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