Für jedes Jahr Arbeit sammelst du Entgeltpunkte. Wer genau so viel verdient wie der Durchschnitt, bekommt einen Punkt. Jeder Punkt ist derzeit 42,52 € Monatsrente wert. Die Rente kommt nicht automatisch – du musst sie beantragen.
Worum geht es?
Die gesetzliche Rente funktioniert im Umlageverfahren: Die Beiträge der heutigen Arbeitnehmer bezahlen die Renten von heute. Deine eigenen Beiträge werden nicht angespart, sondern in umgerechnet.
Verdienst du in einem Jahr genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten, bekommst du einen Entgeltpunkt. Verdienst du die Hälfte, einen halben. Am Ende werden alle Punkte mit dem aktuellen multipliziert. Seit 1. Juli 2026 liegt er bei 42,52 € (vorher 40,79 €). Er wird jedes Jahr zum 1. Juli angepasst.
Auch Kindererziehung (bis zu drei Punkte pro Kind, das ab 1992 geboren ist), Pflege von Angehörigen und Zeiten der Arbeitslosigkeit können Punkte bringen.
Diese Fragen solltest du klären
Wann kann ich in Rente gehen?
Die steigt schrittweise auf 67. Wer 1964 oder später geboren ist, kann mit 67 ohne Abschläge in Rente. Für die Jahrgänge davor liegt sie etwas niedriger.
Wann muss ich den Antrag stellen?
Etwa drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn. Die Rente wird nicht automatisch gezahlt! Den Antrag kannst du online, bei der Rentenversicherung, beim Versichertenältesten oder bei deiner Stadtverwaltung stellen.
Was ist das Rentenniveau?
Es zeigt das Verhältnis einer Standardrente (45 Jahre Durchschnittsverdienst) zum Durchschnittslohn. Es soll nach aktueller Gesetzeslage bis 2031 bei 48 % gehalten werden. Für deine eigene Rente ist es nur ein grober Anhaltspunkt.
Wird die Rente jedes Jahr erhöht?
In der Regel zum 1. Juli. Die Höhe hängt vor allem von der Lohnentwicklung ab.
Ein Rechenbeispiel
Beispiel: Jemand hat 40 Jahre lang immer etwa 80 % des Durchschnitts verdient.
| Rechenschritt | Ergebnis |
|---|---|
| 40 Jahre × 0,8 Entgeltpunkte | 32 Entgeltpunkte |
| × Rentenwert 42,52 € | ca. 1.360 € brutto im Monat |
| minus ca. 12,5 % Kranken- und Pflegeversicherung | ca. 1.190 € netto (vor Steuern) |
Das ist vereinfacht: Zuschläge und Abschläge, Kindererziehungszeiten oder Lücken verändern das Ergebnis.
So gehst du Schritt für Schritt vor
- 1
Renteninformation heraussuchen
Dort steht, wie viele Entgeltpunkte du schon hast.
- 2
Kontenklärung beantragen
Damit keine Zeiten fehlen – am besten lange vor der Rente.
- 3
Rentenbeginn planen
Regelaltersgrenze oder früher mit Abschlägen? Lass dich beraten.
- 4
Antrag rechtzeitig stellen
Drei Monate vorher. Rückwirkend wird die Rente nur begrenzt gezahlt.
Typische Fehler
- !
Den Antrag vergessen
Wer zu spät beantragt, verschenkt Geld.
- !
Lücken im Versicherungsverlauf ignorieren
Gerade Kindererziehungs- und Ausbildungszeiten fehlen oft.
- !
Sich nur auf die gesetzliche Rente verlassen
Für die meisten reicht sie allein nicht, um den Lebensstandard zu halten.
Vor deiner Entscheidung
Hak ab, was du schon erledigt hast. Dein Stand bleibt nur auf diesem Gerät gespeichert.
Stand: November 2026. Gesetzliche Werte werden regelmäßig angepasst – maßgeblich sind die offiziellen Stellen.
- Deutsche Rentenversicherung
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Rente
- Verbraucherzentrale: Altersvorsorge
Fehler entdeckt? Schreib mir – ich korrigiere es schnell.

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