Das Drei-Konten-Modell (meins, deins, unseres) funktioniert für viele Paare. Fair heißt nicht 50/50, sondern im Verhältnis zum Einkommen. Bei Trennung und Scheidung trägt oft derjenige das Risiko, der für die Familie zurückgesteckt hat.
Warum Paare über Geld streiten
Geld ist eines der häufigsten Streitthemen in Beziehungen. Selten geht es dabei um die Summe – meistens um unterschiedliche Werte: Der eine sieht Geld als Sicherheit, der andere als Freiheit. Wer das versteht, streitet weniger.
Drei Modelle
| Modell | So funktioniert's | Passt für |
|---|---|---|
| Alles gemeinsam | Ein Konto, alle Einnahmen und Ausgaben | Paare mit sehr ähnlichen Werten |
| Komplett getrennt | Jeder zahlt seinen Teil | Neue Beziehungen, sehr unterschiedliche Lebensstile |
| Drei Konten | Gemeinschaftskonto für + je ein eigenes Konto | Die meisten Paare |
Was ist fair?
50/50 klingt gerecht, ist es aber nicht immer. Verdient einer 4.000 € und der andere 2.000 €, ist ein gleich hoher Beitrag für den Geringverdiener viel belastender. Viele Paare zahlen daher im Verhältnis zum Einkommen aufs Gemeinschaftskonto ein – zum Beispiel 2/3 zu 1/3.
Macht einmal im Monat ein „Money Date“: 30 Minuten, ein Getränk, ein Blick auf Konto und Ziele. Ohne Vorwürfe, nur Zahlen und Pläne.
Wenn es endet
Niemand plant eine Trennung. Trotzdem lohnt es sich, die finanziellen Folgen zu kennen:
- Verheiratete: Beim gesetzlichen Güterstand () wird der während der Ehe erwirtschaftete Vermögenszuwachs ausgeglichen. Rentenansprüche werden beim geteilt.
- Unverheiratete: Es gibt keinen automatischen Ausgleich. Wer für Kinder in Teilzeit gegangen ist, steht oft mit leeren Händen da.
- Gemeinsame Immobilie: Beide haften meist für den ganzen Kredit – auch wenn einer auszieht.
- Kosten der Trennung selbst: zwei Wohnungen, zwei Haushalte, Anwalt, Gericht. Viele unterschätzen, wie teuer das ist.
Ein Ehevertrag oder bei Unverheirateten ein Partnerschaftsvertrag klingt unromantisch, verhindert aber oft jahrelangen Streit. Lasst euch notariell beraten – besonders bei Immobilienkauf, Selbstständigkeit oder großen Einkommensunterschieden.
Vor deiner Entscheidung
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Stand: November 2026. Gesetzliche Werte werden regelmäßig angepasst – maßgeblich sind die offiziellen Stellen.
- Familienportal des Bundes
- Bundesministerium der Justiz: Erbrecht & Vorsorge
- Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit
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