Elterngeld ersetzt etwa 65 bis 67 % deines bisherigen Nettos, mindestens 300 €, höchstens 1.800 € im Monat. Wichtig: Rückwirkend gibt es nur drei Monate – stell den Antrag früh.
Worum geht es?
Wenn ein Kind geboren wird, fehlt oft ein Einkommen. Das fängt einen Teil davon auf. Es beträgt in der Regel 65 bis 67 % des Nettoeinkommens aus den zwölf Monaten vor der Geburt – mindestens 300 €, höchstens 1.800 € im Monat. Bei kleinen Einkommen kann es bis zu 100 % sein.
Es gibt zwei Varianten: Das Basiselterngeld für bis zu 12 Monate (14, wenn beide Eltern es nehmen) und das ElterngeldPlus, das halb so hoch ist, aber doppelt so lange läuft. Das lohnt sich vor allem, wenn du in Teilzeit arbeitest.
Diese Fragen solltest du klären
Wann muss ich den Antrag stellen?
Nach der Geburt so schnell wie möglich. Rückwirkend wird Elterngeld nur für die letzten drei Monate vor dem Antrag gezahlt.
Gibt es eine Einkommensgrenze?
Ja. Für Geburten ab April 2025 gibt es kein Elterngeld, wenn das zu versteuernde Einkommen der Eltern zusammen über 175.000 € im Jahr liegt.
Können beide Eltern gleichzeitig Elterngeld bekommen?
Beim Basiselterngeld nur für höchstens einen Monat gleichzeitig in den ersten zwölf Lebensmonaten (Ausnahmen gibt es z. B. bei Mehrlingen und Frühgeburten). Mit ElterngeldPlus ist mehr möglich.
Muss ich Elterngeld versteuern?
Elterngeld ist steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen („Progressionsvorbehalt“). Deshalb musst du eine Steuererklärung abgeben – manchmal folgt eine Nachzahlung.
So gehst du Schritt für Schritt vor
- 1
Vor der Geburt planen
Wer nimmt wann wie viele Monate? Basis oder Plus? Arbeitet jemand in Teilzeit?
- 2
Steuerklasse früh prüfen
Wer das Elterngeld bekommt, kann mit einem Wechsel der sein Netto erhöhen – das muss aber Monate vor der Geburt passieren. Lass dich dazu beraten.
- 3
Antrag nach der Geburt stellen
Mit Geburtsurkunde und Einkommensnachweisen bei der Elterngeldstelle deines Landes – vielerorts online.
- 4
Steuererklärung einplanen
Wegen des Progressionsvorbehalts: Geld für eine mögliche Nachzahlung zurücklegen.
Typische Fehler
- !
Antrag zu spät stellen
Dann ist Geld für die ersten Monate verloren.
- !
Steuernachzahlung vergessen
Leg etwas zurück, besonders wenn beide Eltern Einkommen haben.
- !
Partnermonate verschenken
Wer nur 12 statt 14 Monate nimmt, verzichtet auf zwei bezahlte Monate.
Vor deiner Entscheidung
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Stand: November 2026. Gesetzliche Werte werden regelmäßig angepasst – maßgeblich sind die offiziellen Stellen.
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