Strom- oder Gassperre droht
Der Versorger droht mit Sperre? Du hast mehr Möglichkeiten, als du denkst – wenn du jetzt reagierst.
- Ruf den Versorger an und bitte um eine Ratenzahlung. Grundversorger müssen dir vor einer Sperre eine sogenannte Abwendungsvereinbarung anbieten.
- Sag, wenn jemand im Haushalt krank ist, kleine Kinder hat oder auf Strom angewiesen ist (zum Beispiel für medizinische Geräte). Dann darf oft nicht gesperrt werden.
- Melde dich beim Jobcenter oder Sozialamt, wenn du das Geld nicht hast. Dort kann ein Darlehen für Energieschulden möglich sein.
- Hol dir Hilfe bei einer Schuldnerberatung oder Verbraucherzentrale. Viele haben eigene Energieberatungen.
Danach
- 1
So läuft eine Sperre ab
Der Grundversorger muss die Sperre mindestens vier Wochen vorher androhen und acht Werktage vorher ankündigen. Bei kleinen Rückständen unter 100 € darf er nicht sperren.
- 2
Neue Abschläge prüfen
Oft sind die Abschläge zu niedrig angesetzt. Lass sie an deinen Verbrauch anpassen, damit keine neue Nachzahlung entsteht.
- 3
Strom sparen
Schon kleine Dinge helfen: Geräte ganz ausschalten statt Standby, Kühlschrank auf 7 Grad, Wäsche bei 30 Grad.
Gut zu wissen
Wer früh mit dem Versorger spricht, hat fast immer bessere Karten. Gesperrt wird meist dann, wenn niemand reagiert.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand: November 2026.

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